Es wird veranschlagt, dass 314.700 Straßenkinder in Kolkata leben



Was ist ein Straßenkind?

Es ist gemeinsam für Straßenkinder, dass Sie die meiste Zeit auf der Straße oder zum Beispiel auf einem Bahnhof zubringen. Die indische Botschaft veranschlagt, dass ungefähr 314.700 Straßenkinder in Kolkata leben. Es wird außerdem veranschlagt, dass 50 % von ihnen als Müllsammler, Schuhputzer und Straßenhändler arbeiten.  

Die Straßenkinder arbeiten von 10 bis 13 Stunden pro Tag, und sind hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, wegen unhygienische Lebens – und Arbeitsbedingungen. Das Recht ein Kind zu sein ist für sie nicht existierend, sie können nie spielen, und jeder Tag ist für sie ein Kampf gegen Armut und Hunger.

Einige der Straßenkinder haben eine Familie, aber eine große Menge von ihnen leben ohne Erwachsene, die um sie kümmern. Diese Kinder sind oft von ihrer Heimat weggelaufen wegen Gewalt oder sexuellem Missbrauch. Einige haben ihre Eltern im Krieg verloren und andere Eltern sind ganz einfach verschwunden.


Warum werden Kinder Straßenkinder?

Kinder werden Straßenkinder aus vielen Gründen, wie zum Beispiel:

  • Bewaffnete Konflikte und Kriege, wo die Eltern der Kinder verloren gegangen sind
  • Armut, die die Eltern zwingt, ihre Kinder auf die Straße zu schicken um dort zu wohnen und zu arbeiten
  • Naturkatastrophen, wo die Kinder von ihren Eltern weggekommen sind
  • Gewalt oder sexueller Missbrauch in der Heimat, der die Kinder zwingt, wegzulaufen
  • Tödliche Krankheiten, die die Kinder elternlos hinterlassen


Warum missbrauchen die Kinder Klebstoff und wie schädlich ist dieser Missbrauch?

Der Gebrauch von Drogen und anderen billigen Mitteln ist unter Straßenkindern weltweit verbreitet. Aber da die genaue Anzahl von Straßenkindern unbekannt ist, so weiß man auch nicht genau, wie viele Straßenkinder Klebstoff schnüffeln.  

Doch wird es veranschlagt, dass ungefähr 70 % von den Kindern Klebstoff schnüffeln, um denHunger im Magen zu unterdrücken und ihrer Wirklichkeit zu entfliehen. Sie werden auch dabei mutiger, so dass sie stehlen können und sexuelle Leistungen liefern können. Der Klebstoff ist für die Leber, die Lungen und das Gehirn der Kinder äußerst schädlich, und ihre Drogenabhängigkeit beeinflusst ihre Persönlichkeit, so dass sie zum Beispiel aggressiver werden.

Missbrauch von Klebstoff verursacht u.a. die folgenden Schäden:

  • Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
  • Verlust des Gehörs
  • Bein – und Armkrämpfe
  • Gehirnverletzungen
  • Beschädigtes Knochenmark


Wie werden Straßenkinder behandelt?

Straßenkinder kämpfen um zu überleben. Sie arbeiten, sie betteln und ab und zu stehlen sie, um etwas zu essen zu kriegen. Darum sind sie oft unbeliebt, und werden oft von zum Beispiel Ladeninhaber weggejagt, wenn sie die Kunden der Ladeninhaber stören.

Straßenkinder bekommen oft Spitznamen, die andeuten, wie unbeliebt sie in der Bevölkerung sind. In Rwanda werden sie zum Beispiel „Saligoman“ (Lausejungen) genannt. In Rio de Janeiro nennt man sie „Pivetes (Kleinverbrecher) und in Honduras ist ihr Spitzname „Resistoleros“ (Klebstoffschnüffler) und in Kolkata sind sie „Pataakhor (Drogensüchtiger). Damit wird ihr Dasein fortdauernd als negativ betrachtet, und sie werden dabei von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Keiner kümmert sich um Kindern, die auf der Straße leben. Darum sind sie leichte Opfer von Entführung, Gewalt oder sexuellem Missbrauch.

Die UN-Konvention über Die Rechte des Kindes wurde geschrieben, um fundamentale Rechte für alle Kinder und Jugendliche zu sichern. Die Konvention wurde 20. November 1989 verabschiedetund mehr als 190 Nationen haben sich verpflichtet, der Konvention einzuhalten.


Was mit den Rechten der Straßenkinder?

Straßenkinder haben keine Sicherung und haben keine Kenntniss von ihren Rechten.

Niemand kümmert sich um sie und Niemand liebt sie oder sorgt für sie.

Es gibt auch Niemand, der dafür sorgt, dass sie einen Arzt besuchen, in die Schule gehen oder etwas zu essen bekommen.

Darum sind sie oft gezwungen, Kriminalität auszuüben, und werden in Auseinandersetzungen mit der Polizei und anderen Kindern und Erwachsenen, die auf der Straße leben, verwickelt. Wenn sie verhaftet werden, werden sie oft als Erwachsene behandelt, was der UN-Konvention über die Rechte des Kindes zuwider ist.

DIE UN-KONVENTION ÜBER DIE RECHTE DES KINDES

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